NOBISKRUG schließt Instandsetzung an der Korvette „MAGDEBURG“ ab

NOBISKRUG verabschiedet „MAGDEBURG“: Nach erfolgreichem Abschluss umfangreicher Instandsetzungsarbeiten lief die rund 89 Meter lange Korvette des Typs K130 („Braunschweig-Klasse“) vergangenen Dienstag, den 07. Juni 2016, in Richtung Warnemünder Marinestützpunkt aus.

Zweck des Werftaufenthalts war eine planmäßige Instandsetzung, welche neben einer sogenannten „QL3“ – einem vorgeschriebenen Wartungsintervall für die MTU-Antriebsdieselmotoren – auch das Prüfen der Materialerhaltungsstufen (MES) der Dieselmotoren beinhaltete. Ebenso wurden die rutschfesten und -hemmenden Decksbeläge kontrolliert und weitere technische Änderungen durchgeführt. Weiterhin enthielt der Auftrag Grundinstandsetzungsarbeiten an der Konservierung des Schiffsrumpfes – sowohl im Über- und Unterwasserbereich als auch an den Aufbauten. Zudem wurde im Rahmen der Ausschreibung erstmalig die Prüfung der RAS Konterpunkte auf einer Korvette beauftragt. „Die Konterpunkte dienen der Übernahme von Betriebsstoffen auf See und sollten daher auf bis zu 10 t getestet werden. Die idealen Bedingungen hierfür bot die Infrastruktur unserer Schwesterwerft GERMAN NAVAL YARDS Kiel, da wir dort, unter Zuhilfenahme eines Sektionstransporters, ein 292 t schweres Gewicht als Widerlager positionieren konnten. Dieses Vorgehen wurde übrigens gemeinschaftlich von unseren Kieler Kollegen und uns entwickelt und stieß auch auf Kundenseite auf sehr großen Anklang“, äußert sich Heiko Dorn, stellv. Projektleiter von NOBISKRUG, über das Prüfungsvorgehen und die Zusammenarbeit innerhalb der deutschen Werftengruppe.

Ebenso beispielhaft für das flexible und kundenorientierte Zusammenwirken des Werftentrios ist der Umstand, dass infolge der damals bereits durch zwei – zwischenzeitlich ebenfalls erfolgreich abgeschlossenen – Yacht-Refits belegten Rendsburger Kapazitäten, NOBISKRUGs Reparaturmannschaft die Arbeiten an der Korvette „MAGDEBURG“ kurzerhand an ihre zweite Kieler Schwesterwerft, LINDENAU, verlagerte.

Kurz nach Ankunft im LINDENAUer Schwimmdock, Anfang Dezember 2015, erweiterte sich der ursprüngliche Auftrag um zusätzliche Arbeiten. So mussten die Außenhaut und die Stutzen der Seekästen erneuert sowie Instandsetzungen an diversen für den Schiffsbetrieb notwendigen Pumpen und Aggregaten durchgeführt werden. „Der erweiterte Arbeitsumfang und insbesondere die Beschaffungszeiten des dafür benötigten Materials erforderten einen verlängerten Werftaufenthalt der Korvette. Diesen konnten wir jedoch – natürlich in enger Abstimmung mit den Verantwortlichen unseres Auftraggebers – soweit optimieren, dass auch das neue Fertigstellungsdatum für alle Seiten akzeptabel war“, erläutert Ronald Witte, NOBISKRUGs Abteilungsleiter Refit/Repair, die Hintergründe und fügt zufrieden hinzu: „Dank des hervorragenden Einsatzes aller Beteiligten ist es uns gelungen die „MAGDEBURG“ – pünktlich zum neu gesetzten Termin – in jeglicher Hinsicht fit für ihren Dienst ihrer Besatzung zu übergeben.“

Als Teil des 1. Korvettengeschwaders ist die „MAGDEBURG“ im Marinestützpunkt Warnemünde stationiert. Ihre allgemeinen Schiffsdaten lauten:

Länge: 88,8 m
Breite: 13,2 m
Einsatzverdrängung: 1.840 t
Geschwindigkeit: 26 kn

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