Reparaturauftrag Saugbagger „NORDSEE“

Simona Heins, kaufmännische Projektleiterin
Ein einzigartiges Projekt mit ungeahntem Umfang und hoher Komplexität – dessen erfolgreicher Abschluss alle Beteiligten stolz macht.
Simona Heins, kaufmännische Projektleiterin

Wenn ein mittelgroßer Auftrag sich plötzlich seinen Umfang mehr als verdoppelt, sind Flexibilität und schnelles Reaktionsvermögen gefragt. Stärken, welche die die Mannschaft beim Reparaturauftrag des Saugbaggers „NORDSEE“ erneut unter Beweis stellte.

Ungeahntes Arbeitsvolumen

Ursprünglich waren neben Standardarbeiten zur Klassenerneuerung des Schiffs nur einige Zusatzaufgaben geplant. Diese umfassten unter anderem Stahlarbeiten im Laderaum (Hopperraum) und einem vorderen Ballastwassertank sowie den Wechsel der Saugrohre. Kurz nach der Ankunft in der Werft im Februar 2014 stand fest: Dabei wird es nicht bleiben. Der Instandsetzungs-Aufwand im Laderaum und am Ballastwassertank stellten sich als deutlich umfangreicher als geplant heraus. Darüber hinaus fielen folgende Zusatzaufgaben an:

  • Austausch der Grau- und Schwarzwasser-Leitungen
  • Austausch von Großteilen des Heizungssystems
  • Instandsetzung der Sweeping-Arme
  • Instandsetzung Baggereinrichtung inkl. Krane, Sperrklinken und Saugkopf-Anlagen
  • Entkernung und Neuaufbau der Deckshaus-Einrichtung
  • Fensteraustausch und energieeffiziente Isolierung für das Deckshaus

Erfolgreiche Probefahrt

Nach 15 Monaten Werftliegezeit brach die Nordsee Ende Mai 2015 zur dreitägigen Probefahrt auf. Alle Tests des Fahr- und Baggerbetriebs verliefen planmäßig. So kam die „NORDSEE“ ohne Verzögerungen an ihrem Einsatzort in Wilhelmshaven an.

Allgemeine Schiffsdaten:

Länge über Alles
131,75 m
Breite über Alles
23 m
Tiefgang max.
8,75 m
BRZ
8.817

Unterwegs in Sachen Küstenschutz

Nach den umfangreichen Reparatur-Arbeiten ist die „NORDSEE“ wieder voll einsatzfähig. Zu ihren Aufgaben gehört es, die Fahrrinnen der Jade, Ems, Weser und Elbe intakt zu halten. Darüber hinaus ist sie in Sachen Küstenschutz unterwegs. Die Sweeping-Arme an den Schiffsseiten sind in der Lage, bis zu 1000 t ölverschmutztes Wasser pro Stunde aufzunehmen.