Reparaturauftrag Frachter „SAINT GEORGE“

Bernd Wittorf, Leiter des Reparaturgeschäfts
Dank der hohen Flexibilität innerhalb der Werftengruppe konnten wir den havarierten Frachter schnell wieder seetauglich machen.“
Bernd Wittorf, Leiter des Reparaturgeschäfts

Wenn ein Frachter havariert, bedeutet das hohe Kosten für die Reederei. Denn bis das Schiff wieder einsatzbereit ist, vergehen oft wertvolle Wochen. Zeit ist Geld. Das wissen wir bei German Naval Yards. Und setzen alles daran, die Reparaturaufträge unserer Kunden mit maximaler Effizienz zu bearbeiten. Die Flexibilität und das schnelle Reaktionsvermögen unserer Werftengruppe spielen dabei eine entscheidende Rolle.

Havarie am Schleusentor

Der Frachter der griechischen Reederei Pacific & Atlantic Spipmanager kollidierte Ende März mit einem Schleusentor des Nord-Ostsee-Kanals. Dabei entstand ein Schaden am Bugwulst. Vier Tage nach dem Unfall erreichte die SAINT GEORGE unsere Werft in Rendsburg.

Flexibilität dank Verbundpartnern

Dort liefen seit Eingang des Reparaturauftrags die Vorbereitungen auf Hochtouren. Das Ziel: den Frachter so schnell wie möglich wieder seetauglich machen. Um dies zu garantieren entschied man schon früh, die SAINT GEORGE nicht zum Hauptreparaturstandort LINDENAU zu leiten. Dieser war zum Zeitpunkt des Auftrags sehr gut ausgelastet. So übernahm die Rendsburger Schwesterwerft NOBISKRUG die Reparaturarbeiten.

Schnelle Diagnose

Nach einer gründlichen Unterwasseruntersuchung stand schnell fest: Die Reparatur des Frachters kann ohne Dockung erfolgen. Stattdessen brachte man die SAINT GEORGE in eine günstige Position. So ließ sich der Schaden am Bugwulst schnell und problemlos bearbeiten. Nach nur gut zwei Wochen Werftzeit kann die SAINT GEORGE seit dem 9.4.2015 ihren Einsatz fortführen.

Allgemeine Schiffsdaten:

Länge über Alles
131,55 m
Breite über Alles
18,81 m
Höhe
9,4 m
BRZ
6.680
Tragfähigkeit
8.500 t

Ein Schiff – viele Namen

Die „SAINT GEORGE“ war bereits unter vielen Namen unterwegs. Bis zum Juni 2008 hieß sie „HYFOUR“. Bis Januar 2009 „ONEGO FORESTER“, danach „LEHMAN FORESTER“. Bis Oktober 2011 war sie unter dem Namen „NUNUKAS“ unterwegs. Bis Mai 2013 hieß sie „CLIPPER MARIA“. Aktuell fährt die „SAINT GEORGE“ unter der Flagge Zyperns.